opus co-opera - Was bisher geschah                                                                              18. November 2016

In den ersten sechs Wochen wurden in acht interdisziplinären Gruppen verschiedene Entwurfskonzepte erarbeitet. Zwei dieser Themenwelten wurden von Kostas Murkudis zur Weiterbearbeitung ausgewält. Nach weiteren sechs Wochen werden die Entwürfe soweit auf den Punkt gebracht, dass sie in den benötigten Mengen produziert weden können. Hier stellen sich die beiden Themenwelten haptil und Das blaue Wunder vor:

haptil


"Wir betreten einen Raum in tiefen Blautönen und werden hineingezogen in eine Welt des subtilen Entdeckens.

Die Kostüme der Akteur*innen und die Oberflächengestaltung der Bühne stehen in einem direkten Wechselspiel. Klare und gewohnte Silhouetten werden durchbrochen und neue Farbflächen entstehen. Sich kontrastierende Materialien gehen ineinander über und ermöglichen ein haptisches Erlebnis. Aus verschiedenen Blickwinkeln verändert sich eine Ober-fläche von hell zu dunkel, von transparent zu opak oder von glatt zu rau. Der monochrome Raum wird durch die Kleidung des Publikums durchbrochen, das so eine wichtige Rolle in dem dämmerigen Licht des Gesamtbildes einnimmt.

Wir werden zum Entdecker und zur Entdeckerin."


Das blaue Wunder


"Die Marienvesper erzählt die Geschichte Maria Empfängnis, die wie der Frühling das neue Leben versinnbildlicht. Den beginnenden Frühling zeigen wir in unseren Entwürfen. In Raum und Textilien manifestiert sich dieser natürliche Vorgang: Durch Wärme weicht das kühle, dunkle Blau und lässt frische, rosige Farbtöne erscheinen.

Die seitliche Wand, deren Farbe sich über das ganze Stück hindurch schleichend ändert, zeigt eine behutsame Transformation. Das anfänglich tiefe Blau wirkt beruhigend und eindrucksvoll. Allmählich wird die Farbe heller und wärmer. Schlussendlich strahlt die Wand eine Lebendigkeit aus.

Die Bewegungen der Tänzer hinterlassen flüchtige Spuren auf dem Boden. Durch die Interaktion von Körper zu Gewand wandelt sich die Farbigkeit der Textilien flüchtig. Die Textilien der Musiker hingegen werden partiell und kontrolliert in ihrem Farbwandel gesteuert.

Die Sitzobjekte, Raumelemente und Notenständer setzen mit ihren dunklen, geschlossenen, beständigen Elementen einen Gegenpol zum Wechselhaften."