opus co-opera - so geht es weiter                                                                                                 11. Januar 2017

Im Anschluss an die Schlusspräsentationen vom 13. Dezember 2016 berieten sich Kostas Murkudis und die Verantwortlichen des Luzerner Theaters über das weitere Vorgehen. Aus den Ausstellungspräsentationen von meheren Gruppen wurden Materialmuster, Oberflächen und Objekte zur Weiterbearbeitung ausgewählt.

Die auf den Bänken der Jesuitenkirche konstruierte Bühnenplattform wird von zwei verschieden hohen Seitenwänden eingefasst. Bühne sowie die niedrigere Wand werden in einem matten Dunkelblau gestrichen. Als Kontrast dazu wird die hohe Wand mit Glanzlack beschichtet, um die Architektur der Kirche spiegeln zu können. Der hohe Kirchenraum wird auch in die Gestaltung der Notenständer miteinbezogen. Dazu werden auf der Bühne bis zu vier Meter hoch in den Raum wachsende Stahlstehlen platziert, an denen die Musikerinnen und Musiker ihre Notenablagen auf der gewünschten Höhe befestigen können. Die Bühne wird mit Modulen ausgestattet, die Sitzplätze für Publikum und Musizierende bieten. Diese sind als Gegenpol zur üppigen Kirche formal reduziert und verschmelzen farblich mit der Bühne. Als Akzente werden strukturierte Flächen eingsetzt, welche in klaren Linien über die Module verlaufen.

Optisch sollen die Akteurinnen und Akteure möglichst wenig voneinander getrennt werden. Da Menschlichkeit und das Wohlfühlen aller im Vordergrund stehen, sollen Musikerinnen, Sänger und Tänzerinnen sich aus einem Set von Kleidungstücken ihre Bühnenoutfits selber zusammenstellen können. Ein wichtiges Thema ist das Zerlegen und neu zusammensetzen von bestehenden Kleidungsstücken wie Jeans, Hemden oder Pullovern. Auch partielle Eingriffe und Beschichtungen durch Farbe oder Klebeband, Transparenz, Leder sowie das Verfilzen von Strick werden in den Entwürfen zum Tragen kommen. Auch die Farbwelt wird genauer definiert: neben grün-schwarzem Blau, Schwarz, kräftigem Blau und einem lilastichigem Blau wird nude als subtile Kontrastfarbe zum Einsatz kommen. In einem ersten Fitting wurden Kostas Murkudis‘ Entwürfe mit Prototypen aus den Studierendenprojekten zusammengebracht und erste Outfitideen kombiniert.

Sowohl Bühnenelemente als auch Kostüme werden momentan in den Werkstätten und Schneidereien des Luzerner Theaters oder in Zusammenarbeit mit externen Produktionsstätten weiterentwickelt.